Ernährung lehren und lernen
Sie sind hier: Home > Nudeln > Produktion: Wie werden Nudeln hergestellt? > Fakten und Tipps rund um die Nudel
  

Nudeln kochen: 9 wichtige Fakten rund um die Nudel

Machen Nudeln dick? Muss Nudelwasser kochen? Und woran erkennt man, dass die Nudeln fertig sind. Die wichtigsten 9 Fakten rund um die Nudel auf einen Blick:

  1. Machen Nudeln dick?
    Eine Portion Nudeln in gekochter Form unterscheidet sich in der Kalorienanzahl nicht wesentlich von Reis oder Kartoffeln. Erst die Kombination mit einer fettigen Soße lässt die Kalorienanzahl eines Nudelgerichts steigen. Nudeln machen also per se nicht dick. Zudem wird spekuliert, dass Nudeln, die al dente gekocht sind, weniger dick machen als weiche Nudeln. Allerdings lässt sich diese Aussage nicht wissenschaftlich belegen. Al dente gekochte Nudeln müssen länger gekaut werden und dadurch gelangen die Kohlenhydrate etwas langsamer ins Blut. Dieser Effekt ist allerdings sehr minimal.

  2. Verhindert Öl im Nudelwasser, dass die Nudeln zusammenkleben?
    Das Öl beim Nudelkochen schwimmt an der Oberfläche. Es berührt die Nudeln gar nicht und kann deshalb auch ein Zusammenkleben nicht verhindern. Nach dem Abgießen sollten die Nudeln möglichst rasch mit der Soße vermengt und verspeist werden. Das Unterheben von Butter oder Öl unter die gekochten Nudeln verringert hingegen die Aufnahmefähigkeit für die Soße und ist daher nur sinnvoll, wenn Nudeln ohne Sauce länger warmgehalten werden.

  3. Muss Nudelwasser sprudelnd kochen?
    Nudelwasser sollte möglichst im geschlossenen Topf erhitzt werden. Das spart nicht nur jede Menge Zeit, sondern auch Energie. Die Nudeln kommen am besten erst ins Wasser, wenn dieses sprudelnd kocht. Sobald das Wasser nach der Nudelzugabe wieder zu sprudeln beginnt, kann die Temperatur etwas reduziert werden. Das Wasser sollte allerdings weiterhin leicht in Bewegung sein. So werden die Nudeln ebenfalls in Bewegung gehalten - das reduziert das Zusammenkleben und lässt die Nudeln gleichmäßig garen. Damit das Wasser nicht überkocht, sollte jetzt auf den Topfdeckel verzichtet werden.

  4. Muss das Nudelwasser gesalzen werden?
    Unbedingt. Viele Nudeln enthalten kein Salz als Zutat. Deshalb ist es wichtig, das Nudelwasser ausreichend zu salzen. Beim Kochen nehmen die Nudeln das Salz auf und schmecken besser. Wer nach dem Kochen die Nudeln salzt, erhält nicht den gleichen Effekt.

  5. Sollte man Nudeln nach dem Kochen "abschrecken", damit sie nicht zusammenkleben?
    Wer einen Nudelsalat zubereitet, sollte die Nudeln abschrecken, damit sie nicht nachgaren und zu weich werden. Ansonsten Nudeln nicht abschrecken, durch das kalte Wasser wird die Stärkeschicht auf den Nudeln abgespült. Dies sorgt dann dafür, dass die Nudeln die Soße nicht mehr so gut aufnehmen können.

  6. Passt jede Nudelform zu jeder Soße?
    Seit jeher gibt es nicht ohne Grund viele unterschiedliche Nudelsorten und Nudelformen. Feine, eher flüssige Soßen sind für längere glatte Nudeln wie beispielsweise Spaghetti gedacht. Für stückige Soßen eignen sich eher kurze, gedrehte Teigwaren wie zum Beispiel Fusilli. Aber auch hier hängt es letztendlich vom Geschmack jedes Einzelnen ab und der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

  7. Erkennt man fertige Nudeln daran, dass sie an Wand oder Decke kleben bleiben?
    Fakt ist, dass Nudeln nach kurzer Zeit im heißen Wasser kleben, da sich die Stärke zu lösen beginnt. Al dente sind sie deshalb noch lange nicht.

  8. Wann sind Nudeln eigentlich al dente?
    Je nach Sorte dauert das Nudelkochen unterschiedlich lange. Hinzu kommt der persönliche Geschmack: Die einen mögen Nudeln sehr bissfest, andere bevorzugen etwas weichere Nudeln. Und dazwischen liegen manchmal nur Sekunden. Da hilft nur eines: dabeibleiben und probieren. Die auf der Packung angegebene Kochzeit ist ein Richtwert und dient als Anhaltspunkt. Am besten 2 bis 3 Minuten vor Erreichen der angegebenen Kochzeit eine erste Kostprobe nehmen.

  9. Schmecken frische Nudeln besser als getrocknete Teigwaren?
    Klar, Omas selbstgemachte Spätzle sind nun einmal die Besten. Doch was die Qualität angeht, müssen die getrockneten Nudeln den frischen in nichts nachstehen. Darüber hinaus haben Trockenteigwaren eine wesentlich längere Haltbarkeit als ihre frischen Verwandten. Letztlich ist es Geschmacksache, welche Nudeln jeder persönlich bevorzugt.