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Wie entsteht Orangensaft?

Orangen für Orangensaft werden über die ganze Welt verteilt von Europa bis Südamerika auf großen Plantagen angebaut. Haben die Orangen genug Sonne getankt, werden sie von Hand gepflückt. Dabei wird jede einzelne Orange ganz genau geprüft, ob sie den hohen Qualitätsansprüchen genügt. Und der Maßstab für einen richtig guten Orangensaft ist hoch.

 

Orangensaft: Was passiert nach der Ernte mit den Früchten?

Nach der Ernte kommen die ausgewählten Orangen zum Verarbeitungsbetrieb, wo sie wieder von Hand kontrolliert, dann gründlich gewaschen und erneut auf ihre Qualität überprüft werden. Jetzt erst beginnt das Entsaften: Die Früchte werden der Größe nach sortiert und kommen in spezielle Zitruspressen. Hier werden Saft und Fruchtfleisch (Fachwort: Pulpe) von der weißen Haut und der äußeren Schale getrennt. Das ist wichtig für den angenehmen, süßen Geschmack, denn die Schale enthält Bitterstoffe.

Wie wird Orangensaft verarbeitet?

Jetzt können zwei Dinge mit dem frisch gepressten Saft geschehen: Entweder er wird ganz kurz und ganz schonend warm gemacht (pasteurisiert), dann ist es ein Direktsaft. Oder es wird dem Saft das Wasser entzogen (er wird konzentriert) und kurz erwärmt; dann sprechen wir von einem Fruchtsaftkonzentrat. Während dieser Verarbeitung wird das Saft bis auf 1/5 seines Volumens reduziert.

Der Direktsaft beziehungsweise das Fruchtsaftkonzentrat wird anschließend in keimfreien Tanks zum Safthersteller transportiert. Der Safthersteller übernimmt die weitere Verarbeitung. Bevor beide Säfte erneut pasteurisiert werden, werden dem Fruchtkonzentrat das Wasser und die natürlichen Aromen wieder hinzugefügt, die dem Saft im Ernteland entzogen wurden. Bei Direktsäften ist dieser Schritt nicht notwendig, da hier weder Wasser, noch Aromen für den Transport entzogen wurden.

Wie sich Direktsaft und Fruchtsaftkonzentrat unterscheiden und welche Saftarten es sonst noch gibt, verrät der Artikel „Welche Arten von Fruchtsaft gibt es?“.

Warum wird Orangensaft pasteurisiert?

Beim Safthersteller werden Direktsaft und Konzentrat erneut pasteurisiert, also erhitzt, um die im Saft enthaltenen Mikroorganismen abzutöten. Das ist wichtig, damit der Saft länger haltbar ist. Direktsäfte werden schonender erhitzt als Fruchtsaft aus Fruchtsaftkonzentrat.

Ist der Saft fertig pasteurisiert, wird er in die jeweilige Verpackung abgefüllt. Anschließend wird er zu den jeweiligen Handelspartnern gefahren, wo der Saft schon kurz nach seiner Produktion im Verkaufsregal landet.