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Qualität - Das Naturprodukt bleibt wie es ist

Honig ist ein unverändertes Naturprodukt. Jeder Honig, der in Deutschland verkauft wird, also auch der, der aus dem Ausland kommt, unterliegt den strengen Richtlinien der Deutschen Honigverordnung. Diese legt fest, dass dem Honig, so wie ihn die Bienen erzeugen, „weder Stoffe zugesetzt, noch honigeigene Bestandteile entzogen werden dürfen“. Das heißt konkret, dass der Honig von der Wabe bis ins Glas ein Naturprodukt bleibt und ausschließlich durch die Nektar- und Honigtau-Sammelei der Honigbiene und die sachgemäße, handwerkliche Ernte-Arbeit eines Imkers entsteht. An diese Richtlinien muss sich jeder Imker und Honig-Verkäufer halten.
Ob das Naturprodukt schonend geimkert und ausschließlich bei Raumtemperatur transportiert wurde, kann man anhand einiger Tests feststellen. Zu diesen gehören eine sehr aufwendige, mikroskopische Pollenanalyse, Geschmack und Geruchstest sowie umfangreiche Rückstandsanalysen im Labor.

Prüfmethoden

PollenanalysePollenanalyse

Mit diesen Untersuchungen kann man herausfinden, um welchen Honig es sich handelt. Denn die Pollen, die man unter dem Mikroskop erkennt, geben Auskunft darüber, welche Pflanzen die Bienen angeflogen und auch in welcher regionalen Umgebung sie gesammelt haben. Ein gut geschultes Auge erkennt auch die kleinsten Unterschiede unter den weltweit so verschiedenen Pollentypen.

Geschmack

Der Geschmack von Honig kann stark variieren. Die Bandbreite geht von süß-neutral (z. B. Akazienhonig) über würzig-kräftig (z. B. Tannenhonig) bis streng-bitter (z. B. Kastanienhonig). Geschmack und auch Geruch hängen dabei stark davon ab, von welcher Pflanze der Honig hauptsächlich stammt.

Honig QualtiätssicherungFarbskala

Honig ist gar nicht immer „honiggelb“. Die Farbskala von Honig reicht von fast weißgelbem Raps- oder Kleehonig über gelbbraunen Honig von Obstbäumen oder Wiesenblüten und rotbraunen Heidehonig bis zu schwarzgrünem Tannenhonig. Über die Farbe verrät Honig so etwas über seine botanische Herkunft.

 

 

Wissenswertes über Honig

Wie lange ist Honig haltbar?

Honig ist, luftdicht verschlossen, ohne Qualitätseinbuße jahrelang haltbar. Natürlich sollte man darauf achten, dass beim Gebrauch keine Fremdpartikel wie Brotkrümel oder Butter im Glas bleiben. Diese verderben relativ schnell und machen den Honig dadurch unappetitlich. Das Haltbarkeitsdatum auf dem Etikett ist trotzdem vom Gesetzgeber vorgeschrieben.

Was bedeutet der Hinweis: „Honig ist naturbelassene Rohkost und daher für Kinder unter 12 Monaten nicht geeignet“?

Es geht um Sporen der sogenannten Botulinum-Bakterien, die auf Blüten und Gräsern überall vorkommen. Diese können Gifte bilden. Was für Kinder ab einem Jahr und Erwachsene völlig ungefährlich ist, kann beim Säugling Krankheiten auslösen, da sein Immun- und Verdauungssystem noch nicht ausreichend abwehrbereit ist.

Wie lagert man Honig am besten?

Man sollte Honig vor direkter Sonneneinstrahlung und Wärme schützen. Idealerweise sollte Honig dunkel und bei Zimmertemperatur gelagert werden. Die meisten flüssigen Honige kristallisieren mit der Zeit und wenn sie zu warm gelagert werden. Durch leichtes Erwärmen (nicht über 40° C, da sonst wertvolle Inhaltstoffe zerstört werden!) und Rühren kann der Honig wieder verflüssigt werden.
Die Kristallisation ist ein Zeichen für Qualität, eine natürliche Reaktion von Honig. Wie schnell ein Honig kristallisiert, hängt von seiner Zuckerzusammensetzung und der Lagertemperatur ab. Honige wie Akazien- und Waldhonig kristallisieren nahezu nie.
Bei cremigem Honig sieht man oft das Phänomen einer sich oben absetzenden, flüssigen Schicht. Hierbei handelt es sich um Fruchtzucker, der sich vom restlichen Honig abtrennt. Das ist ebenfalls allein lagerungs- und temperaturbedingt und lässt sich durch Umrühren nahezu wieder rückgängig machen.