Die Ernährungspyramide für Kinder
Was macht eine ausgewogene Ernährung aus? Welche Lebensmittel gehören in welcher Menge dazu? Mit Hilfe der Ernährungspyramide lernen Kinder in der Grundschule anschaulich, in welche Lebensmittelgruppen Nahrungsmittel eingeteilt sind und was im Sinne einer ausgewogenen Ernährung überwiegend auf ihrem täglichen Speiseplan stehen sollte. Hier finden Sie eine Ernährungspyramide für Kinder mit Informationen und Anregungen für eine ausgewogene Ernährung in der Schule und Zuhause.
Was zeigt die Ernährungspyramide für Kinder?
Die Ernährungspyramide dient der Orientierung bei der Wahl unserer Lebensmittel. Diese liefern unterschiedliche und lebensnotwendige Nährstoffe, wie z. B. Vitamine, Protein oder Mineralstoffe. Wir brauchen sie in der für uns passenden Menge, damit wir uns ausgewogen und gesundheitsförderlich ernähren. Je weiter unten in der Pyramide ein Lebensmittel zu finden ist, desto mehr sollte davon verzehrt werden – je weiter oben ein Lebensmittel, desto weniger davon brauchen wir. Diese Mengenverhältnisse lassen sich gut in der Form einer Pyramide darstellen. Kurz gesagt: Die Menge macht‘s!
Hinweis zur Ernährungspyramide von einfach-clever-essen
Diese kostenlose Ernährungspyramide stellt die einzelnen Lebensmittelkategorien anhand von jeweils nur drei Lebensmitteln dar. So steht beispielsweise die Bildeinheit von Salat, Tomate und Karotte stellvertretend für alle Gemüse- und Salatsorten sowie Hülsenfrüchte, die ebenfalls in diese Kategorie fallen. Die Anzahl der Bildeinheiten sagt auch etwas über die zu verzehrende Menge aus.
Anregungen und Arbeitsblätter zur Arbeit mit der Ernährungspyramide finden Sie beispielsweise im Padlet Ernährung und in verschiedenen Unterrichtsmaterialien.
Wie ist die Ernährungspyramide aufgebaut?
Die Ernährungspyramide ist ein Modell, das hilft, die Empfehlungen in Bezug auf die Mengenverhältnisse von Lebensmitteln für eine ausgewogene Ernährung zu verstehen. Die verschiedenen Lebensmittel sind in Gruppen eingeteilt und auf mehrere Stufen verteilt. Lebensmittel aus dem blauen und grünen Bereich können reichlich verzehrt werden, diejenigen aus dem gelben Bereich in mäßigen Mengen und aus den orangenen Bereichen sparsam.
- Die Basis bilden Wasser und andere zucker-/kalorienfreie Getränke wie z. B. Tee.
- Darauf aufbauend findet sich Gemüse und Obst.
- Auf der dritten Stufe stehen Getreideprodukte und Beilagen.
Von all diesen genannten Nahrungsmitteln sollte täglich ausreichend gegessen und getrunken werden. Gemäß den Grundsätzen der DGE ist eine gesundheitsfördernde und nachhaltige Ernährung im Kindes- und Jugendalter zu drei Viertel pflanzlich (www.schuleplusessen.de, 2025).
- Tierische Lebensmittel ergänzen eine ausgewogene Ernährung.
- Extras wie Süßes, Salziges oder Fettes sind für die Ernährung nicht notwendig und daher nur sehr sparsam zu verzehren.
Die Menge macht’s
Um die Portionsgrößen zu bestimmen, dienen als Anhaltspunkt für Getränke ein Glas, die eigene Hand und für Öle und Fette ein Esslöffel. So lassen sich gut die Mengen pro Lebensmittelgruppe bestimmen. Nähere Informationen zu den einzelnen Lebensmitteln, Nährwerten und Verzehrmengen finden Sie in der Übersicht.
Quellen: BZfE (Bundeszentrum für Ernährung, www.bzfe.de [November 2025]; Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), www.dge.de/gesunde-ernaehrung/gut-essen-und-trinken/dge-ernaehrungskreis [November 2025].
Lebensmittelgruppen und Bausteine der Ernährungspyramide
Alle Lebensmittel lassen sich einer Lebensmittelgruppe zuordnen, die durch bestimmte Merkmale gekennzeichnet ist. Als Orientierung für eine ausgewogene Nährstoffaufnahme stehen von der DGE Richtwerte bzw. Empfehlungen zur Verfügung.

Getränke: Basis einer gesundheitsförderlichen Ernährung
Der Mensch besteht je nach Alter zu etwa 50 Prozent aus Wasser – einem lebenswichtigen Stoff also mit wichtigen Aufgaben im Körper. Um den laufenden Wasserverlust auszugleichen, ist es notwendig, dass wir regelmäßig trinken. Einen Teil der Flüssigkeit nehmen wir über die Nahrung auf. Zusätzlich empfiehlt die DGE eine tägliche Trinkmenge für Erwachsene von etwa 1,5 Litern. Allerdings variiert der Bedarf je nach Alter und Flüssigkeitsverlust, z. B. bei Sport und Bewegung. Als Getränke eignen sich vor allem (Mineral-)Wasser und ungesüßte Tees.
Mehr zu Wasser und Mineralwasser

Gemüse und Obst in reichlichen Mengen
Gemüse und Obst sind wichtig für unseren Körper: Diese pflanzlichen Nahrungsmittel liefern beispielsweise Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe. Fünf Portionen Obst und Gemüse täglich gehören auf den Speiseplan – je abwechslungsreicher, desto besser. Als Maß für eine Portion dient dabei die eigene Hand. Für Trockenfrüchte gilt die Hälfte, da der Wassergehalt deutlich geringer und damit der Kaloriengehalt wesentlich höher ist.
Zweimal in der Woche kann auch eine Portion (200 ml) Frucht- oder Gemüsesaft getrunken werden. Reiner Fruchtsaft, der nur fruchteigenen Zucker enthält, ist wie „flüssiges Obst“.
Mehr zum reinen Fruchtsaft

Getreide, Getreideprodukte und Beilagen: große Wirkung
Kohlenhydrate sind Kraftstoffe für unseren Körper, denn sie liefern Energie. Sie finden sich insbesondere in Getreide und Getreideprodukten, die unseren Speiseplan mit einer großen Vielfalt – von Flocken über Nudeln bis zum Brot – bereichern. Zu dieser Lebensmittelgruppe gehören auch Beilagen wie Kartoffeln und Reis. Geben Sie grundsätzlich Vollkornprodukten den Vorzug, denn sie sind ballaststoffhaltig und beinhalten weitere Nährstoffe. In einer ausgewogenen Ernährung bekommt der Körper ausreichend Energie, aber nicht zu viele Kalorien.
Mehr zu Getreidearten

Milch und Milchprodukte: zusätzlicher Nährwert
Milch und Milchprodukte enthalten tierisches Eiweiß, B-Vitamine und Jod. Trinkmilch zählt aufgrund der Inhaltsstoffe nicht zum Baustein „Getränke“ in der Ernährungspyramide. Der hohe Kalziumgehalt lässt Knochen und Zähne stabil heranwachsen. Bei Verzehr von pflanzlichen Alternativen für Milch ist auf die ausreichende Versorgung mit Kalzium, Jod, Vitamin B2 und Vitamin B12 zu achten.
(Quellen: Kinderärzte im Netz, www.kinderaerzte-im-netz.de; Bundeszentrum für Ernährung BZfE, www.bzfe.de [November 2025].

Fleisch, Fisch und Eier: weitere tierische Produkte als Ergänzung
Tierische Produkte wie Fleisch, Fisch und Eier liefern neben Protein auch Nährstoffe wie etwa B-Vitamine und Mineralstoffe. Bis zu 2 Portionen Fleisch/Wurst pro Woche und 1–2 Portionen Fisch wöchentlich können den Speiseplan ergänzen. Dann ist ein zusätzliches Ei pro Woche ausreichend.
Zu den pflanzlichen Eiweißlieferanten zählen im Übrigen Hülsenfrüchte, die außerdem Ballaststoffe bieten.

Speiseöl und Fette: Energie
Fast an der Spitze der Ernährungspyramide finden sich Speiseöle und Fette. Fett ist der Nährstoff mit den meisten Kalorien, also ein sehr effizienter Energielieferant. Es ist bereits in manchen Lebensmittelprodukten enthalten. Täglich etwa 10 g Speiseöl mit hohem Anteil an ungesättigten Fettsäuren, wie zum Beispiel Rapsöl, sowie 10 g Butter oder Margarine sind laut DGE für Erwachsene angemessen. Auch wenn die Verzehrmenge gering ist – es kommt auf die Fettqualität an. Ohne Fette könnten lebensnotwendige fettlösliche Vitamine nicht von unserem Körper aufgenommen werden.
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Extras und Süßes: weniger ist mehr
Die Vorliebe für Süßes ist tief in uns Menschen verwurzelt. Schon Muttermilch schmeckt leicht süß. Bereits unsere frühen Vorfahren aßen süße Früchte und auch heute lieben wir es noch, Süßes zu essen. Sind pflanzliche Lebensmittel bereits Zucker- bzw. Energielieferanten, versteckt sich heutzutage allerdings in unzähligen Lebensmittelprodukten zusätzlicher Zucker und verführt uns, mehr als nötig davon zu essen. Letzteres trifft auch auf fett- und salzhaltige Knabbereien zu. Deshalb stehen Extras und Süßes an der engen Spitze der Ernährungspyramide.
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