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Steckbrief Cashewkerne

Cashewkerne können die Energie und Vitalität steigern, denn die B-Vitamine und das Magnesium in Cashewkernen unterstützen die Energiegewinnung.

Definition: Was ist ein Cashewkern?

Der Cashewkern wächst auf dem Cashewbaum (Anacardium occidentale). Der Cashewbaum ist ein Verwandter des Mango- und des Pistazienbaums. Botanisch zählen Cashewkerne zu den Steinfrüchten. Der Cashewkern ist auch unter den Namen „Cashewnuss“, „Kaschu“, „Acajou“ und umgangssprachlich untern den Namen „Elefantenlaus“ und „Bombaynuss“ bekannt. Cashewkerne besitzen ein mildes, nussiges Aroma.

Geschichte: Woher kommt der Cashewkern?

Zunächst interessierte sich die Menschheit nicht für die schmackhaften Steinfrüchte des Cashewbaums, sondern kultivierte den Baum, da er tief wurzelte und dadurch den Boden festigte. So verhinderten Cashewbäume in Regionen mit starken Regenfällen weitere Erosionen. Gleichzeitig sorgt das ausgeprägte Wurzelwerk des Cashewbaums dafür, dass er Nährstoffmangel und trockenen Boden gut übersteht. Erst vor wenigen Jahrhunderten gewannen Cashewkerne an Bedeutung. Ursprünglich stammen Cashews aus Brasilien. Von dort breitete sich der Cashewbaum schnell in andere tropische Gegenden aus. Heute wird die Cashewnuss neben Brasilien auch in China, Indien, Indonesien, Vietnam und in zahlreichen Ländern Afrikas angebaut.

Kultivierung: Wie wächst ein Cashewkern?

Die Cashewkerne reifen am Cashewbaum. Der Cashewbaum trägt frühestens nach drei Jahren Früchte. Erst mit sieben Jahren ist ein Cashewbaum ertragreich. Ein durchschnittlicher Cashewbaum erreicht eine Höhe von drei bis fünf Metern. Einige Bäume werden sogar 15 Meter hoch. Cashewbäume entwickeln nach der Blütezeit an mehreren fleischigen, länglichen Fruchtstilen Cashewäpfel. Die gelben, orangen oder tiefroten Cashewäpfel sind paprika- oder birnenförmig. Unterhalb des Cashewapfels, am Fruchtstil, bilden sich dann eine oder mehrere der begehrten Cashewkerne. Diese hängen von den Cashewäpfeln herunter und werden dort abgeerntet. Die Cashewnuss hat die Form einer Niere und ist von einer holzigen, dicken Schale umschlossen. Im Inneren wird der Kern zusätzlich von einem zähen Häutchen geschützt.

Erntezeit: Wann wird ein Cashewkern geerntet?

Sind die Cashewnüsse reif, lösen sie sich von alleine vom Baum und fallen zu Boden. Je nach Anbaugebiet und Region unterscheiden sich die Erntezeiten bei Cashewnüssen. Dank ihrer guten Haltbarkeit sind die Nüsse für Verbraucher ganzjährig erhältlich.

CashewkerneVerarbeitung: Wie wird der Cashewkern weiterverarbeitet?

Einen Cashewkern aus seiner Schale zu befreien ist eine echte Herausforderung. Zunächst werden die Nüsse inklusive Schale thermisch behandelt. Durch die thermische Behandlung wird die Schale brüchiger und die Cashewnuss lässt sich leichter knacken. Im Anschluss wird das zähe Häutchen entfernt, das den Cashewkern umgibt. In vielen Anbaugebieten werden Cashewnüsse noch per Hand von ihrer Schale befreit, damit der empfindliche Kern nicht beschädigt wird. Der sorgfältige Schälprozess dauert ziemlich lange. Anschließend werden die Cashewkerne naturbelassen verschickt beziehungsweise verschifft. Je nach Zubereitung bleiben die Nüsse in Deutschland naturbelassen oder sie werden in einem speziellen Röstverfahren geröstet und gesalzen.

Inhaltsstoffe: Was steckt in Cashewkernen?1

Im naturbelassenen Cashewkern stecken mehrere hochwertige Inhaltsstoffe, zum Beispiel:

  • Magnesium: Magnesium soll munter machen, das Elektrolytgleichgewicht aufrechterhalten und die Muskelfunktionen aktivieren. Außerdem unterstützt Magnesium den Erhalt von Knochen und Zähnen.
  • Vitamin B1: Vitamin B1 fördert den Energiestoffwechsel und die Herzfunktion.

Cashewkerne: Rezepte und Tipps

Cashewkerne sind vielfältig einsetzbar, zum Beispiel:

  • als Snack pur oder knackig geröstet und gewürzt
  • in klassische Imbissen wie Müslis und Salaten
  • in Gemüse - und Fleischgerichten
  • als geschmackliches Highlight in asiatischen oder indischen Reisgerichten
  • in gehackter Form in Desserts und Kuchen
  • als beliebte Zutat im Studentenfutter

Mehr Rezepte finden Sie hier.

Quelle:
1 Diese gesundheitsbezogenen Angaben stammen aus der „Liste der zugelassenen gesundheitsbezogenen Angaben“ (VO (EU) 432/2012 über andere Lebensmittel-Gesundheitsangaben) gemäß Artikel 13 Absatz 3 der Health-Claim-Verordnung (VO (EU) 1924/2006).