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Steckbrief Mandeln (braun und weiß)

Mandeln bieten ein hochwertiges Nährstoffspektrum und sind wahre Multitalente. Sie sollen bei Müdigkeit helfen, Heißhunger in Schach halten und können sogar die Knochen stabilisieren.

Definition: Was ist eine Mandel?

Der Mandelbaum ist ein Mitglied der Familie der Rosengewächse (Fachwort Rosaceae). Der wissenschaftliche Name für den Mandelbaum lautet Prunus dulcis (Süßmandeln). Die Früchte des Mandelbaums werden in der Botanik den Steinfrüchten zugeordnet. Es gibt zahlreiche Mandelsorten. Die am häufigsten angebaute Mandelart ist die Mandel „Nonpareil“ (= unvergleichlich). Die Nonpareil-Mandel reift besonders schnell. Außerdem ist diese Mandelart besonders gleichmäßig geformt und wächst überwiegend einheitlich groß. Deshalb lässt sie sich besonders gut weiterverarbeiten.

Mandel braunGeschichte: Woher stammt die Mandel?

Mandeln stammen ursprünglich aus dem westlichen Mittelasien, verwilderten in Ostasien und dem Mittelmeerraum, bis sie in den wärmeren Regionen Europas und Amerikas wurzelten. Heute werden Mandeln hauptsächlich in Amerika, Süd- und Westeuropa angebaut. Die größten Anbaugebiete liegen in Kalifornien (USA), Italien, Portugal, Spanien, Australien und Chile (Südamerika).

Kultivierung: Wie wächst eine Mandel?

Bis ein Mandelbaum ausgewachsen ist und Früchte trägt, dauert es mehrere Jahre. Mandelbäume blühen zwischen Februar und März. Nur unter bestimmten klimatischen Bedingungen reifen gegen Ende des Sommers die Mandeln vollständig heran. Damit alle Blüten bestäubt werden, benötigen Mandeln eine lange, trockene Phase. In dieser Phase müssen die Mandelbäume aber gut bewässert werden. Aus der Blüte entwickelt sich eine mit feinen Härchen besetzte, samtig-grüne Steinfrucht. In ihr wächst der Mandelkern heran, der wiederum selbst von einer holzigen Schale geschützt ist.

Erntezeit: Wann wird eine Mandel geerntet?

Sind die Mandeln reif, dann platzen die Verwachsungsnähte der samtig grünen Fruchthülle auf. Besonders früh erntereif ist die Nonpareil-Mandel. Bereits Ende August können die Nonpareil-Mandeln geerntet werden. Andere Mandelsorten reifen dagegen erst zwei Monate später. Die letzten Mandeln werden in der Regel im Oktober geerntet. Mandeln werden heute automatisiert geerntet.
Ein paar Wochen vor der Ernte werden die Bäume nicht mehr gewässert, damit das Fruchtfleisch austrocknet. So fallen die Mandeln später leichter vom Baum, wenn spezielle Rüttelmaschinen am Stamm schütteln. Damit die Mandeln bei der Ernte nicht beschädigt werden, werden zwischen den einzelnen Baumreihen Gras und Wildkräuter angepflanzt. Diese werden kurz vor der Ernte gemäht und bieten den vom Baum geschüttelten Mandeln ein weiches Polster. Dort bleiben die Mandeln ein bis zwei Wochen zum Trocknen auf dem Boden liegen. Anschließend fegen Maschinen die Mandeln auf einen Transportwagen. Dabei werden die Mandeln gleichzeitig von Laub, Schmutz und anderen Fremdkörpern befreit.

Mandeln geschältVerarbeitung: Wie wird die Mandel weiterverarbeitet?

Nach der Ernte wird die Schale der Mandeln durch kleine, gleichmäßig arbeitende Walzen aufgebrochen. Mit Hilfe von Rüttelsieben werden die Mandeln anschließend in verschiedene Größen sortiert und erneut auf Fremdkörper und Schalenreste überprüft und gegebenenfalls gereinigt. Braune Mandeln sind danach fertig verarbeitet, denn sie behalten ihre braune Außenhaut. Weiße Mandeln werden anschließend blanchiert. Dabei wird die braune Außenhaut von der Mandel entfernt.

Inhaltsstoffe: Was steckt in Mandeln?1

In Mandeln stecken viele hochwertige Inhaltsstoffe, zum Beispiel:

  • Magnesium: Magnesium soll Ermüdungserscheinungen reduzieren und das Elektrolytgleichgewicht und die Muskelfunktionen stützen. Außerdem trägt Magnesium zur Stabilisierung der Zähne und Knochen bei.
  • Ballaststoffe: Ballaststoffe regen die Verdauung an und können verschiedenen Krankheiten vorbeugen.
  • Vitamin E: Vitamin E soll die Zellen vor oxidativem Stress schützen.
  • Vitamin B2: Vitamin B2 unterstützt den Energiestoffwechsel, die Sehkraft und sorgt für eine gute Haut.

Mandeln: Rezepte und Tipps

Mandeln sind vielfältig einsetzbar, zum Beispiel:

  • in der Weihnachtszeit zum Backen und Dekorieren
  • in Müslis, Süßspeisen und Desserts
  • als Topping bei Aufläufen,
  • als beliebte Zutat in Studentenfutter

Mehr Rezepte finden Sie hier.

Quelle:
1 Diese gesundheitsbezogenen Angaben stammen aus der „Liste der zugelassenen gesundheitsbezogenen Angaben“ (VO (EU) 432/2012 über andere Lebensmittel-Gesundheitsangaben) gemäß Artikel 13 Absatz 3 der Health-Claim-Verordnung (VO (EU) 1924/2006).