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Steckbrief Paranuss (Brasilnuss)

Paranüsse liefern viel Energie und punkten mit Vitamin B1, Vitamin E und pflanzlichem Selen. Die Paranuss wächst im Urwald in großen, kokosnussähnlichen Kapselfrüchten heran.

Definition: Was ist eine Paranuss?

Die Paranuss ist der Samen des wild wachsenden Paranussbaums (Bertholletia excelsa). Die Paranuss ist trotz ihres Namens eine Kapselfrucht und keine Nuss. Weitere klanghafte Bezeichnungen sind „Amazonenmandel“, „Brasilnuss“, „Steinnuss“, „Tucannuss“ oder „Brasilkastanie“.

Geschichte: Woher kommt die Paranuss?

Der Paranussbaum ist im tropischen Klima beheimatet, zum Beispiel im südamerikanischen Amazonas-Gebiet, wo die Ureinwohner sie seit Jahrhunderten auf ihrer Speisekarte schätzen. Aus Brasilien hat die Paranuss auch ihren Namen. Taufpate war der brasilianische Staat „Pará“. In Pára befand sich der Hafen, von dem aus im 17. Jahrhundert die ersten Paranüsse nach Europa verschifft wurden.

Kultivierung: Wie wächst die Paranuss?

Die Paranuss reift gemeinsam mit bis zu 25 und mehr Paranüssen in einer kokosnuss-ähnlichen Kapselfrucht heran, den sogenannten „Pots“ oder „Ouricos“. In der Kapsel selbst sind die einzelnen Paranüsse zum Schutz abermals von einer steinharten, rauen Schale umgeben. Die Fruchtkapseln, in denen die Paranüsse reifen, werden bis zu drei Kilogramm schwer und erreichen einen Durchmesser von bis zu 20 Zentimetern. Ein Paranussbaum kann zwischen 100 und 600 Fruchtkapseln tragen, in denen insgesamt mehrere tausend Paranüsse heranwachsen.

Erntezeit: Wann wird die Paranuss geerntet?

Die Erntezeit liegt für die Paranuss zwischen Januar und März. Sind die Paranusskerne reif, dann spalten sich die großen Kapselfrüchte im Bereich des Stängels auf. Durch den Spalt fallen die reifen Früchte zu Boden. Die nicht komplett geleerten Kapselfrüchte werden per Hand geöffnet und die restlichen Paranüsse entnommen.

Verarbeitung: Wie wird die Paranuss weiterverarbeitet?

Nach der Ernte werden die Paranüsse mehrere Wochen zum Trocknen gelagert. Auf Schüttelrutschen und Lochblechen werden die Paranüsse anschließend nach Größen sortiert. Beschädigte Kerne werden per Hand aussortiert. Um die Nüsse länger haltbar zu machen, werden die Paranüsse nun schonend in einem Ofen erwärmt. Dadurch wird ihnen ein Großteil der Feuchtigkeit entzogen. Da Paranüsse äußerst hart und damit schwer zu knacken sind, kommen sie in der Regel geschält in den Handel. Geknackt werden die Paranüsse nach wie vor per Hand.

Inhaltsstoffe: Was steckt in der Paranuss?1

In Paranüssen stecken mehrere hochwertige Inhaltsstoffe, zum Beispiel:

  • Vitamin B1: Vitamin B1 in Paranüssen soll den normalen Energiestoffwechsel und die Herzfunktion unterstützen. Auch beim Lernen und der Konzentration soll Vitamin B1 helfen.
  • Vitamin E: Vitamin E ist ein guter Zellschutz gegen oxidativen Stress.
  • Phosphor: Phosphor sorgt für einen "normalen Energiestoffwechsel".
  • Selen: Selen sorgt für eine "normale Schilddrüsenfunktion".

Paranüsse: Rezepte und Tipps

Paranüsse sind vielfältig einsetzbar, zum Beispiel:

  • zum Snacken
  • für selbstgemachtes Müsli
  • gehackt als Topping für Desserts oder Salate
  • in Teig- und Backwaren wie Brot und Kuchen
  • für Saucen in der gehobenen Küche
  • als beliebte Zutat im Studentenfutter

Mehr Rezepte finden Sie hier.

Quelle:
1 Diese gesundheitsbezogenen Angaben stammen aus der „Liste der zugelassenen gesundheitsbezogenen Angaben“ (VO (EU) 432/2012 über andere Lebensmittel-Gesundheitsangaben) gemäß Artikel 13 Absatz 3 der Health-Claim-Verordnung (VO (EU) 1924/2006).