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Steckbrief Pecannuss (Pekannuss)

Die wohlschmeckende Pecannuss ist ein echtes Kraftpaket. Die ungesättigten Fettsäuren, B-Vitamine und weitere Spurenelemente sind ein hochkarätiges Brainfood.

Definition: Was ist eine Pecannuss?

Die Pecannuss ist die Frucht eines nordamerikanischen Baumes. Der Pecannussbaum (auch Pecannussbaum) ist ein naher Verwandter des Walnussbaums. Sein wissenschaftlicher Name lautet Carya illinoinensis. Die Pecannuss ist eine Steinfrucht und ähnelt in der Form stark einem Walnusskern. Der Geschmack der Pecannuss ist allerdings etwas milder als das bekannte Walnuss-Aroma.

Geschichte: Woher kommt die Pecannuss?

Namensgeber der Pecannuss sind die nordamerikanischen Ureinwohner. „Peccan“ war ihr Wort für „schwer zu knacken“. Die Ureinwohner Nordamerikas wussten, dass es sich lohnt, die Nuss zu knacken. Die wild wachsenden, lang haltbaren Pecannüsse waren für sie ein willkommener Snack, der ihnen das Überleben sicherte. Erst im 19. Jahrhundert etablierte sich die Pecannuss als wertvolles Exportgut. Auch heute werden Pecannüsse zum Großteil in Nordamerika angebaut. Weitere Anbaugebiete liegen in Südafrika, Israel und Australien.

Kultivierung: Wie wächst eine Pecannuss?

PecannussPecannüsse wachsen am Pecannussbaum. Der Pecannussbaum wird bis zu 30 Meter hoch und kann mehrere hundert Jahre alt werden. Der Baum trägt sowohl männliche als auch weibliche Blüten. Da jedoch männliche und weibliche Blüten niemals gemeinsam aufblühen, müssen Pecannussbäume fremdbestäubt werden. Deshalb wachsen auf jeder Plantage immer zwei verschiedene Pecannussbaum-Sorten. Pecannussbäume lassen sich Zeit. Bis sich aus den Blüten erstmals Pecannüsse bilden, vergehen einige Jahre. Mit einem relevanten Ernteertrag ist erst ab einem Baumalter von etwa zehn Jahren zu rechnen. Dann liefern die Bäume alle zwei Jahre eine gute Ernte. Die Pecannüsse wachsen in einer Traube. Bis zu 20 Pecannüsse bilden sich an einem Zweig. Pecannüsse sind von einer stacheligen, grünen Fruchtfleischschale ummantelt. Im Inneren ist der Kern durch eine dünne, glatten Schale aus Holz geschützt. Ist eine Pecannuss reif, dann bricht die äußere Fruchtschale auf und die Pecannüsse fallen auf den Boden.

Erntezeit: Wann wird eine Pecannuss geerntet?

Geerntet wird die Pecannuss in den USA ab November. In Australien liegt die Erntezeit zwischen April und Mai. Die Ernte dauert mehrere Wochen. Erntefähig sind Pecannüsse theoretisch schon früher. In vielen Anbaugebieten wird die Wachstumsphase zum Teil bis zum ersten Frost durch stetiges Bewässern verlängert. So werden die Nüsse besonders groß. Geerntet werden Nüsse mit zwei verschiedenen Methoden:

Entweder wird gewartet, bis die reifen Nüsse selbst vom Baum auf den Boden fallen, oder sie werden mit Hilfe von Rüttelmaschinen beziehungsweise per Hand mit langen Stangen vom Baum geschüttelt. Im Anschluss daran werden die Pecannüsse mit einer Art Kehrmaschine eingesammelt.

Verarbeitung: Wie wird eine Pecannuss weiterverarbeitet?

Oft werden die Pecannüsse beim Einsammeln durch die Kehrmaschine einem groben Reinigungsprozess unterzogen. Dabei werden erste Pflanzenreste und Blätter aussortiert und die Nüsse abgebürstet. Danach werden die Pecannüsse in warmer Luft getrocknet. Das entzieht den Nüssen die Feuchtigkeit und sie bleiben länger haltbar. Auf einigen Plantagen bleiben die reifen Pecannüsse, nachdem sie vom Baum gefallen sind, unter den Bäumen liegen und trocknen vor dem Einsammeln auf natürliche Weise. Im nächsten Schritt werden die Pecannüsse, bevor sie aus ihrer Fruchtumschalung gelöst werden, mit Hilfe eines Rüttelblechs nach Größe sortiert. Das ist nötig, da die Maschinen vor dem Aufbrechen der Schale auf die jeweilige Größe der Pecannüsse eingestellt werden müssen, um den wertvollen Kern nicht zu beschädigen. Zur Qualitätskontrolle werden alle Nüsse anschließend auf Sortiertischen handverlesen. Unansehnliche oder beschädigte Kerne werden aussortiert. Moderne Plantagen führen diesen Prozess mit Hilfe der Lasertechnik durch.

Inhaltsstoffe: Was steckt in Pecannüssen?1

In Pecannüssen stecken mehrere hochwertige Inhaltsstoffe, zum Beispiel:

  • Vitamin B1: Das Vitamin B1 in Pecannüssen kann den normalen Energiestoffwechsel und die Herzfunktion unterstützen.
  • Ballaststoffe: Die Ballaststoffe in Nüssen unterstützen die Verdauung.

Pecannüsse: Rezepte und Tipps

Pecannüsse sind vielfältig einsetzbar, zum Beispiel:

  • zum Backen für American Cookies, Cupcakes, Muffins und Kuchen
  • für den beliebten Pecannusskuchen in der amerikanischen Küche,
  • leicht angeröstet als Zugabe im Müsli, im Dessert, im Eis und in Snacks
  • geröstet und gesalzen in herzhaften Gerichten oder Salaten
  • als beliebte Zutat im Studentenfutter

Mehr Rezepte finden Sie hier.

Quelle:
1 Diese gesundheitsbezogenen Angaben stammen aus der „Liste der zugelassenen gesundheitsbezogenen Angaben“ (VO (EU) 432/2012 über andere Lebensmittel-Gesundheitsangaben) gemäß Artikel 13 Absatz 3 der Health-Claim-Verordnung (VO (EU) 1924/2006).