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Steckbrief Walnüsse und Walnusskerne

Walnüsse schmecken nicht nur gut. Schon eine Handvoll Walnüsse am Tag reichen aus, um von ihren positiven gesundheitlichen Effekten zu profitieren. Interessante Fakten rund um die Walnuss.

Definition: Was ist eine Walnuss?

Die echte Walnuss galt im alten Rom als Baum des Gottes Jupiter. Der lateinische Name für Walnussbaum ist Juglans regia (= königlich). Lange stritten sich die Wissenschaftler über die botanische Einordnung der Walnuss. In älteren Lehrbüchern bezeichneten Botaniker die Walnussfrucht nicht als Nuss, sondern wegen ihrer Hülle als Steinfrucht. Heute ist die Mehrheit der Wissenschaftler davon überzeugt, dass die Walnuss biologisch gesehen tatsächlich eine Nuss ist.

Geschichte: Woher kommt die Walnuss?

Vermutlich stammt die Walnuss aus Syrien. Dort – das belegen Ausgrabungen – war sie bereits vor über 9.000 Jahren ein geschätztes Nahrungsmittel. Heute wächst die Walnuss in vielen Gebieten der Erde und zu zeitversetzten Erntezeiten. So können Konsumenten auf der ganzen Welt jederzeit reife, qualitativ hochwertige Walnüsse genießen. Zu den Hauptanbaugebieten der Walnuss zählen die USA, Chile und Frankreich. Weitere Anbaugebiete der „göttlichen“ Nuss sind die Türkei, China, Indien, Bulgarien, Moldawien, Rumänien sowie Ungarn.

Walnüsse

 

Kultivierung: Wie wächst die Walnuss?

Walnussbäume erreichen bis zu 30 Meter Höhe und werden bis zu 180 Jahre alt. Es gibt wilde und veredelte Walnuss-Sorten. Walnussbäume tragen männliche und weibliche Blüten. Diese blühen zeitversetzt. Bevor ein Walnussbaum die ersten Früchte trägt, muss er ein bestimmtes Alter erreichen. Bis zur ersten guten Ernte dauert es in der Regel mindestens zehn Jahre. Die Walnussfrucht ist von einer grünen, dickschaligen Außen¬hülle umgeben. Im Inneren der Frucht befindet sich der fetthaltige, essbare Walnusskern. Dieser ist zusätzlich von einer holzigen, festen Schale umhüllt. Walnussbäume sind außerdem dafür berüchtigt, dass sie in bestimmten Zyklen jeweils eine gute Ernte und dann zwei mittlere bis mäßige Ernten liefern.

Erntezeit: Wie wird die Walnuss geerntet?

Sind die Früchte des Walnussbaumes reif, dann platzt die faserige, grüne Außenhülle ab. Nach und nach lösen sich die Walnüsse aus ihrer Umschalung und fallen zu Boden. Damit es schneller geht, wird im kommerziellen Anbau der Walnussbaum mit Hilfe einer Rüttelmaschine geschüttelt. Anschließend werden die Walnüsse mit einer weiteren Maschine aufgesaugt. Dabei sortiert die Maschine gleichzeitig die Fruchtschalenreste von den Walnüssen.

Verarbeitung: Wie werden Walnüsse weiterverarbeitet?

Nach der Ernte werden die Walnüsse gewaschen und getrocknet. Haben die Nüsse den optimalen Feuchtigkeitsgehalt erreicht, werden sie nach Größe sortiert. Minderwertige Nüsse werden aussortiert. Walnüsse gibt es mit und ohne Schale zu kaufen. Geöffnet werden die Walnüsse entweder maschinell oder in Frankreich und Chile noch von Hand. Per Hand geknackte Nüsse sind nahezu unversehrt und sehen optisch besonders ansprechend aus. Neben dem beliebten Snack wird aus Walnüssen auch ein wertvolles Speiseöl, das Walnussöl, gewonnen.

Inhaltsstoffe: Was steckt in Walnüssen?1

In Walnüssen stecken viele hochwertige Inhaltsstoffe, zum Beispiel:

  • Energie: Walnüsse sind gute Energielieferanten und sättigen gut.
  • Omega-3-Fettsäure: Walnüsse haben einen hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren.
  • Alpha-Linolensäure: Die Walnuss ist die einzige Nuss, die Alpha-Linolensäure enthält. Alpha-Linolensäure ist eine wichtige Omega-3-Fettsäure. Da der Körper Alpha-Linolensäure nicht selbst produzieren kann, muss diese über die Nahrung aufgenommen werden. Alpha-Linolensäure trägt dazu bei, den normalen Cholesterinspiegel im Blut aufrechtzuerhalten und die Elastizität der Blutgefäße zu verbessern.

Bereits 30 Gramm Walnüsse am Tag reichen, um die positiven Wirkungen zu erzielen. In dieser Verzehrsmenge sind zwei Gramm Alpha-Linolensäure enthalten.

Walnuss: Rezepte und Tipps

WalnusskernWalnüsse sind eine beliebte Zutat in der Küche, zum Beispiel:

  • als Auflage auf Käsebrot
  • als knackiges Topping im Salat
  • zur Dekoration auf Speiseeis
  • in Frucht- und Nusstorten
  • im Obstsalat
  • in Studentenfutter

Mehr Rezepte finden Sie hier.

Quelle:
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Diese gesundheitsbezogenen Angaben stammen aus der „Liste der zugelassenen gesundheitsbezogenen Angaben“ (VO (EU) 432/2012 über andere Lebensmittel-Gesundheitsangaben) gemäß Artikel 13 Absatz 3 der Health-Claim-Verordnung (VO (EU) 1924/2006).