Ernährung lehren und lernen
Sie sind hier: Home > Trockenfrüchte & Nüsse > Trockenfrüchte: Leckere Pausensnacks > Steckbrief Aprikosen
  

Steckbrief Aprikosen

Getrocknete Aprikosen (Marillen) enthalten viele Ballaststoffe und Vitamine. Das beliebte Steinobst gehört zur Familie der Rosengewächse und begeistert durch seinen Geschmack und seine funkelnden Farben. Geschwefelte Aprikosen sind leuchtend rot, ungeschwefelte Aprikosen haben einen tiefen Karamellton.

Definition: Was ist eine Aprikose?

AprikoseAprikosen sind Steinfrüchte. Ihr wissenschaftlicher Name lautet Prunus armeniaca. Der botanische Name leitet sich aus der Annahme ab, dass die Aprikose aus Armenien stammt. Die Aprikose ist eine ferne Verwandte der Pflaume. Beide Früchte gehören zu einer Unterfamilie der Rosengewächse. Aprikosen werden als Trockenfrüchte geschwefelt und ungeschwefelt genossen.

Geschichte: Woher kommt die Aprikose?

Vermutlich stammt die Aprikose aus Kleinasien. Über Armenien gelangte sie zur Zeit Alexanders des Großen nach Rom. Das erklärt ihren botanischen Namen. In indischen und chinesischen Schriften wird die Aprikose bereits viele Jahre vor Christus beschrieben. Heute sind die Hauptanbauländer die Türkei, der Iran und Südafrika. In der Türkei pflanzte man bereits vor mehr als hundert Jahren zahllose Aprikosenbäume, um die Täler vor Versandung zu schützen.

Kultivierung: Wie wächst eine Aprikose?

Aprikosen wachsen am Aprikosenbaum. Dieser wird zwischen fünf und zehn Meter hoch. Aprikosenbäume gedeihen bevorzugt in trockenen Regionen. Sie sind äußerst dürre- und hitzeresistent. Erst einige Jahre nach der Anpflanzung trägt ein Aprikosenbaum die ersten Früchte. Aprikosen blühen je nach Wetter zwischen März und Mai. Sie befruchten sich in der Regel selbst, können aber auch von Menschenhand „veredelt“ werden. Die zarten weiß- bis rosafarbenen Blüten bilden zwischen Mai und Juli Aprikosenfrüchte. Aprikosen haben einen gelben bis orangefarbenen Farbton und eine leicht flaumige Außenhaut. Im Inneren der Frucht versteckt sich ein mandelförmiger Steinkern, dem die Aprikose ihre Zuordnung zur Gattung der Steinfrüchte verdankt.

Erntezeit: Wann wird die Aprikose geerntet?

Die Aprikosenernte ist im Juli und August. Nur aus vollreifen Aprikosen werden schmackhafte Trockenfrüchte. Je nach Reifegrad lösen sich die Aprikosen vom Zweig und fallen zu Boden. Dort werden sie auf Planen oder Tüchern aufgefangen.

Verarbeitung: Wie wird die Aprikose verarbeitet?

Die Aprikosen, die ungeschwefelt, also unbehandelt verkauft werden sollen, werden ein paar Tage in der Sonne getrocknet. Ungeschwefelte Früchte nehmen nach dem Trocknen eine dunkle Farbe an und sind kürzer haltbar. Die Aprikosen, die als geschwefelte Ware in den Laden kommen, werden direkt nach der Ernte in einem geschlossenen Raum über mehrere Stunden geschwefelt und im Anschluss ebenfalls für einige Tage getrocknet. So behalten die Aprikosen-Trockenfrüchte ihre helle Farbe bei und ihre süße Note und hält länger. Nach der ersten Trocknung werden geschwefelte und ungeschwefelte Aprikosen entsteint und erneut in der Sonne getrocknet. Danach werden sie mit Wasser gereinigt und mit Hilfe von Rüttelsieben nach Größe sortiert. Anschließend werden sie ein letztes Mal an der Sonne oder in speziellen Anlagen mit heißer Luft restgetrocknet. Das ist wichtig, damit die Aprikosen auf längeren Transportwegen oder bei der Einlagerung nicht gären. Nach dem letzten Check auf Pflanzenrückstände oder Schäden werden die Trockenfrüchte eingelagert oder an Importeure versandt.

Inhaltsstoffe: Was steckt in Aprikosen?

Aprikose getrocknetIn Aprikosen stecken eine Menge Nährstoffe. Im Rahmen einer ausgewogenen und abwechslungsreichen Ernährung werten Aprikosen viele Speisen auf. Zudem sind Aprikosen ein leckerer Snack für zwischendurch.

Aprikosen: Rezepte und Tipps

Getrocknete Aprikosen sind vielfältig einsetzbar, zum Beispiel:

  • als beliebte Zutat in der deutschen Küche, egal ob zum Kochen, zum Backen oder als fruchtige Dekoration
  • im Blattsalat als fruchtige Komponente
  • im Müsli oder als Snack zwischendurch

Mehr Rezepte finden Sie hier.