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Steckbrief Datteln

Datteln stecken voller Mineralstoffe, Vitamine und sekundärer Pflanzenstoffe. Und die getrocknete Dattel ist dank ihrer Süße ein perfektes natürliches Konfekt für kleine und große Naschkatzen.

Definition: Was ist eine Dattel?

DattelnEine Dattel ist die Frucht der „Echten Dattelpalme“. Ihr botanischer Name lautet Phoenix dactylifera L. Dattelpalmen gehören zur Familie der Palmengewächse.

Geschichte: Woher kommt die Dattel?

Die Dattel ist eine uralte Kulturpflanze. Sie stammt ursprünglich aus Afrika und Asien. Dattelpalmen sind nicht anspruchsvoll. Sie gedeihen auch auf trockenen und dürren Böden. Datteln wachsen heute hauptsächlich in tropischen und subtropischen Gebieten. Zu den Hauptanbaugebieten von Datteln zählen Ägypten, Algerien, Irak, Iran, Libyen, Marokko, Saudi-Arabien, Tunesien und die USA.

Kultivierung: Wie wächst eine Dattel?

Dattel am AstDattelpalmen tragen erst fünf Jahre nach ihrer Anpflanzung die ersten Früchte. Der Ernteertrag steigert sich bei Dattelpalmen im Laufe der Jahre. Dattelpalmen werden über hundert Jahre alt und erreichen eine Höhe von bis zu 20 Metern. Das erschwert die Ernte mit den Jahren. Im kultivierten Anbau werden Dattelpalmen künstlich befruchtet, da männliche und weibliche Blüten nicht zusammen auf einem Baum wachsen. Die Blütezeit beginnt zwischen Januar und Februar. Aus den Blüten bilden sich die Dattelfrüchte. Diese wachsen in der Krone an den sogenannten „Blattachseln“ der zuletzt gewachsenen Palmenblätter in Trauben heran. Die Früchte benötigen fünf bis sieben Monate, bis sie reif sind. Datteln sind zu Beginn des Wachstums grün und nehmen mit zunehmender Reifung eine gelbe oder orange Farbe an. Sie werden umso weicher und süßer, je länger sie am Baum bleiben. Die Farbe reifer Datteln ist Gold- bis Dunkelbraun und leicht glasig. Reife Datteln sind zwischen vier und sieben Zentimeter lange, ovale Früchte. Übergestülpte Plastikplanen schützen die reifen Datteln jetzt vor starken Regenfällen und Insektenbefall.

Erntezeit: Wann wird eine Dattel geerntet?

Die Dattelernte beginnt Anfang September. Auch wenn Datteln in zahlreichen Anbauländern mit Maschinen geerntet werden, bleiben viele Schritte bei der Ernte reine Handarbeit. Die Erntehelfer werden auf modernen Plantagen in einem Hubwagen bis zur Palmenkrone und zu den Fruchtständen hochgehoben. Dort schneiden sie die Dattelfrucht-Trauben ab. Teilweise werden Datteln noch mit Hilfe einer Leiter geerntet. Um die Dattelstauden vom Traubenstil zu trennen, werden die Datteln mit einer mechanischen Rüttelzange oder per Hand vom Stiel geschüttelt. Im Anschluss werden die Datteln für ein paar Tage in der Sonne getrocknet. Je nach Anbaugebiet schützen durchsichtige Plastikfolien die Datteln vor Regen und Insekten.

Verarbeitung: Wie wird die Dattel verarbeitet?

Die sonnengetrockneten Datteln werden nun mit Wasser gereinigt. Pflanzenrückstände werden entfernt. Mit Wasserdampf werden die Datteln in sogenannten „Feuchträumen“ einer sehr hohen Luftfeuchtigkeit ausgesetzt, damit sie den gewünschten Feuchtigkeitsgrad bekommen. Das schenkt den Datteln eine weiche Konsistenz und die glänzende Haut. Datteln sind dank ihres hohen Fruchtzuckergehalts sehr haltbar und müssen nicht extra konserviert werden. Danach werden die Dattelfrüchte nach Größe sortiert und maschinell oder per Hand entkernt. Einige Datteln werden nach dem Entkernen mit Glukose behandelt. Das macht ihre Haut glänzender und sie behalten dadurch ihre Form.

Inhaltsstoffe: Was steckt in Datteln?

In den süßen Datteln stecken eine Vielzahl an Nährstoffen. Im Rahmen einer ausgewogenen und abwechslungsreichen Ernährung geben Datteln vielen Gerichte eine ganz besondere Note. Außerdem eignen sie sich gut als Snack für zwischendurch.

Datteln: Rezepte und Tipps

Datteln sind vielfältig einsetzbar, zum Beispiel:

  • als leckere Alternative zur Süßigkeit
  • als Dattel im Speckmantel
  • in Desserts und Backwaren (Früchtebrot)
  • als Zutat im Blattsalat
  • als Beilage in exotischen Reisgerichten

Mehr Rezepte finden Sie hier.