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Cholera im Hamburger Gängeviertel

Im Hamburger Stadtteil Gängeviertel brach im Jahre 1892 eine Cholera-Epidemie aus. Innerhalb von 10 Wochen starben ungefähr 8.000 Menschen und fast 17.000 erkrankten. Die Menschen holten und tranken das Wasser aus den Wasserläufen, in die auch das Abwasser lief. Die Menschen benutzten als Toilette Sickergruben, die regelmäßig gesäubert werden mussten. Berühmt ist der Kommentar des zu Hilfe gerufenen Direktors des Berliner Hygienischen Instituts, Robert Koch, beim Rundgang durch das Gängeviertel: "Ich habe noch nie solche ungesunden Wohnungen, Pesthöhlen und Brutstätten für jeden Ansteckungskeim angetroffen wie in den sogenannten Gängevierteln, die man mir gezeigt hat, am Hafen, an der Steinstraße, an der Spitalerstraße oder an der Niedernstraße. [...] Ich vergesse, daß ich mich in Europa befinde."

Bild: (c) Staatsarchiv Hamburg, 720-1 Plankammer, Nr. 131-04=Ni 045

Text: (c) Geschichte Hamburgs: www.hamburg.de/contentblob/111730/data/grossbuch.pdf (Zitat von R. Koch in: Hamburger Freie Presse vom 26. November 1892)

Cholera

Die Cholera ist eine Erkrankung des Darms, die zu Erbrechen und Durchfall führt. Der Körper trocknet dabei aus. Ohne Behandlung sterben die meisten Erkrankten innerhalb von ein bis sechs Tagen. Viele Hamburger erkrankten 1892 an Cholera, weil sie Wasser tranken, das mit Unrat und Kot verschmutzt war.